Was sind Wikipedias Relevanzkriterien?
Relevanz erfordert signifikante Berichterstattung in zuverlässigen, unabhängigen Sekundärquellen. Für Unternehmen und Personen bedeutet das: substanzielle Presseberichterstattung in maßgeblichen Medien – keine Pressemitteilungen oder selbstveröffentlichten Inhalte.
Ein Thema erhält nur dann einen eigenen Wikipedia-Artikel, wenn es die Relevanzschwelle überschreitet. Die allgemeine Relevanzrichtlinie definiert sie als signifikante Berichterstattung in mehreren zuverlässigen, unabhängigen Sekundärquellen. Jedes der vier Kriterien hat eine konkrete Bedeutung.
Vier Kriterien für Relevanz
- Signifikant
- Eine inhaltlich substanzielle Behandlung des Themas, direkt und im Detail – keine beiläufige Erwähnung und kein Zitat innerhalb eines themenfremden Beitrags.
- Zuverlässig
- Etablierte Medien mit redaktionellen Standards – keine Blogbeiträge, Pressemitteilungen, gesponserte Inhalte oder Agenturmeldungen mit Mehrfachabdruck von Unternehmensankündigungen.
- Unabhängig
- Verfasst von Personen ohne Verbindung zum Thema, was Interviews ausschließt, in denen das Thema selbst die einzige Quelle ist.
- Sekundär
- Analytische oder beschreibende Berichterstattung anstelle von Primärdokumenten wie SEC-Meldungen oder eigenen Materialien eines Unternehmens.

Für Personen ist eine vergleichbare Berichterstattung über ihre berufliche oder öffentliche Tätigkeit erforderlich. Die Bewertung erfolgt qualitativ, nicht quantitativ: Wikipedia schreibt keine feste Anzahl an Quellen vor, auch wenn in der Regel mehrere Quellen erwartet werden, und ein einzelner Beitrag in einem führenden Medium reicht allein selten aus. Für Unternehmen gilt nach der eigenen Richtlinie für Organisationen und Unternehmen ein noch strengerer Maßstab (WP:NCORP).
Ohne diesen Nachweis wird ein Artikel entweder bei der Einreichung abgelehnt oder später zur Löschung vorgeschlagen – ein Thema ohne ausreichende unabhängige Berichterstattung behält seinen eigenständigen Artikel in der Regel nicht.
Zuletzt überprüft: 19/05/2026