Was besagt die Wikipedia-Richtlinie zu Biografien lebender Personen?
Die BLP-Richtlinie (Biographies of Living Persons) von Wikipedia verlangt, dass jede umstrittene Aussage über eine lebende Person durch hochwertige, verlässliche Quellen belegt sein muss. Unbelegte oder schlecht belegte umstrittene Inhalte müssen sofort entfernt werden – auch ohne Konsens.
Die Richtlinie zu Biografien lebender Personen (BLP) ist die am strengsten durchgesetzte Richtlinie auf Wikipedia, und sie gilt zwangsläufig für jede Reputationsarbeit für Führungskräfte auf Wikipedia. Ihre Kernanforderung lautet, dass jede umstrittene Aussage über eine lebende Person durch hochwertige, verlässliche Quellen belegt sein muss.
Was BLP verlangt
- Hochwertige Quellenbelege. Jede Aussage über eine lebende Person, die angezweifelt wird oder voraussichtlich angezweifelt wird, muss durch einen Einzelnachweis zu einer verlässlichen, veröffentlichten Quelle belegt sein.
- Sofortige Entfernung unbelegter Aussagen. Umstrittene Inhalte, die unbelegt oder schlecht belegt sind – ob negativ, positiv oder lediglich fragwürdig –, können und sollten sofort entfernt werden, auch ohne auf einen Konsens zu warten.
- Neutrale Darstellung. Die Berichterstattung muss wertende Sprache und unangemessene Gewichtung vermeiden und ausgewogen wiedergeben, was verlässliche Quellen sagen, statt die betroffene Person zu diffamieren oder ihr gegenüber Sympathie zu zeigen.
- Durchsetzung. Bearbeiter, die wiederholt oder in gravierender Weise Inhalte hinzufügen, die gegen diese Richtlinie verstoßen, können sanktioniert oder von der Bearbeitung gesperrt werden.
Für Führungskräfte und Personen des öffentlichen Lebens, deren Wikipedia-Artikel dünn belegte oder unzutreffende negative Aussagen enthalten, ist BLP die Richtlinie, auf die Sie sich berufen sollten. Unserer Erfahrung nach findet eine Anfrage auf der Diskussionsseite, die sich auf BLP beruft und die konkrete Schwäche der Quellenlage benennt, mehr Gehör als eine allgemeine Bitte, den Inhalt abzumildern – denn sie benennt einen konkreten Richtlinienverstoß, statt die Autoren zu bitten, Partei für die betroffene Person zu ergreifen.
Zuletzt überprüft: 19/05/2026