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Lässt sich ein negativer Artikel von Forbes oder Business Insider tatsächlich aus Google entfernen?

Kurz gesagt

Die Löschung eines Artikels von Forbes oder Business Insider ist selten; große Medienhäuser nehmen Beiträge fast nie offline, außer bei nachweislich falschen Behauptungen mit juristischem Gewicht. Die nachhaltige Reaktion erfolgt parallel: Fordern Sie bei belegten Fehlern Korrekturen, bauen Sie maßgebliche, konkurrierende Berichterstattung auf und verfolgen Sie, wie KI-Engines den Beitrag zitieren. Die Ergebnisseite verändert sich mit der Zeit, auch wenn der Artikel online bleibt.

Realistisch betrachtet: nein. Ein Artikel von einem großen Medium wie Forbes, Business Insider, Bloomberg, Reuters, dem Wall Street Journal oder der New York Times wird fast nie aus Google entfernt, da er an der Quelle so gut wie nie offline genommen wird. Diese Publikationen entfernen Artikel nur bei nachweislich falschen Behauptungen, wenn die Forderung juristisches Gewicht hat. Die meisten Redakteure betrachten das nachträgliche Löschen (Unpublishing) fast schon als Kündigungsgrund. Google urteilt nicht über Nachrichteninhalte, daher muss jede Löschung über den Herausgeber erfolgen. Die praktikable Lösung ist nicht die Löschung. Es ist vielmehr ein Bündel paralleler Maßnahmen, die verändern, was Menschen und KI-Engines im Umfeld des Artikels sehen.

Was tatsächlich funktioniert: parallele Maßnahmen statt Löschung

  1. Fordern Sie Korrekturen, wenn belegte Faktenfehler vorliegen. Die meisten seriösen Medien veröffentlichen Richtlinien für Korrekturen und korrigieren belegte Faktenfehler, wenn die Anfrage entsprechend belegt ist. Korrekturanfragen durchlaufen den standardmäßigen redaktionellen Prozess als privater Austausch zwischen dem Anfragenden und der Redaktion, nicht als öffentliche Stellungnahme.
  2. Bieten Sie weiterführende Berichterstattung an, wenn die Darstellung eher unausgewogen als falsch ist. Wenn das Problem eher in der Gewichtung als in einem Faktenfehler liegt, ist der Hebel das Angebot zusätzlicher Berichterstattungsmöglichkeiten über die PR-Agentur des Kunden, nicht ein Löschantrag.
  3. Bauen Sie maßgebliche, konkurrierende Inhalte auf. Sorgen Sie für Berichterstattung von vergleichbarer Autorität in ähnlichen Medien. Such- und KI-Engines gewichten Quellen nach Glaubwürdigkeit, sodass ein Zitat aus einem maßgeblichen, unabhängigen Medium mehr für das umgebende Narrativ bewirkt als zusätzliche unternehmenseigene Seiten.
  4. Verfolgen Sie, wie KI-Engines den Artikel behandeln. Retrieval-basierte KI-Engines greifen in Echtzeit auf große Nachrichtenmedien zu und zitieren die Berichterstattung bei der Beantwortung von Fragen zu Marken, sodass ein einziger Artikel eines großen Mediums KI-Antworten über Monate hinweg prägen kann. Die Beobachtung dieser Entwicklung (zum Beispiel durch AIQ) zeigt Ihnen, ob sich das Narrativ verschiebt.

Die realistische Erwartung

Die Ergebnisseite verändert sich mit der Zeit, während sich konkurrierende, maßgebliche Berichterstattung ansammelt und Korrekturen greifen. Der ursprüngliche Artikel bleibt in fast allen Fällen online. Das Ziel ist es, den Kontext um ihn herum zu verändern, nicht, ihn verschwinden zu lassen.

Zuletzt überprüft: 19/05/2026

Quellen (3)
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