Welche Rolle übernimmt der Kunde bei einem Reputationsmanagement-Mandat?
Der Kunde bleibt während des gesamten Reputationsmanagement-Mandats aktiv: Er liefert Kontext, gewährt Zugriff auf eigene Kanäle, nimmt an Strategie-Meetings teil, gibt zentrale Inhalte frei, definiert Ziele sowie Einschränkungen und koordiniert interne Teams wie PR, Recht und Marketing. Projekte bleiben hinter den Erwartungen zurück, wenn der Kunde sich zurückzieht und die Agentur als Blackbox behandelt.
Reputationsmanagement-Mandate sind partnerschaftlich angelegt. Die Agentur übernimmt die fachspezifische Arbeit, ist jedoch auf den Kunden angewiesen, wenn es um Kontext, Zugriffsrechte, Freigaben und interne Koordination geht. Bleibt ein Projekt hinter den Erwartungen zurück, liegt der Grund meist in der mangelnden Einbindung des Kunden.

Zentrale Aufgaben des Kunden
- Kontext und Zugriff bereitstellen
- Teilen Sie die Hintergründe der Situation und gewähren Sie Zugriff auf die eigenen Kanäle, an denen die Agentur arbeiten wird. Ohne beides agiert die Agentur auf Basis eines unvollständigen Bildes.
- An Strategie-Meetings teilnehmen
- Nehmen Sie an den regelmäßigen Strategiesitzungen teil und bringen Sie sich ein. Die Ausrichtung des Projekts sollte das Urteilsvermögen des Kunden widerspiegeln und nicht auf bloßen Annahmen der Agentur beruhen.
- Zentrale Inhalte freigeben
- Prüfen und genehmigen Sie Materialien, die die Agentur im Namen des Kunden verfasst. Ohne Freigabe des Kunden wird nichts veröffentlicht.
- Ziele und Einschränkungen kommunizieren
- Benennen Sie die Ziele klar und weisen Sie auf sensible Bereiche (rechtlich, politisch, reputationsbezogen) hin, die bestimmen, was angemessen veröffentlicht oder verfolgt werden kann.
- Interne Teams koordinieren
- Bilden Sie die interne Schnittstelle zu PR, Rechtsabteilung und Marketing. So wird sichergestellt, dass die Reputationsarbeit die Maßnahmen der restlichen Organisation unterstützt und diesen nicht zuwiderläuft.
Fehlerquelle: Mangelnde Einbindung
Ein Kunde, der das Mandat wie ein reines Abonnement ohne eigene Beteiligung behandelt, blockiert die für die Agentur notwendigen Informationen. Der Kontext bleibt unvollständig, Freigaben für Inhalte geraten ins Stocken und die interne Koordination bricht zusammen. Das Ergebnis ist eine handwerklich korrekte Arbeit, die jedoch nicht zur tatsächlichen Situation des Kunden passt. Seriöse Agenturen beugen dem vor, indem sie die Erwartungen an die Pflichten des Kunden gleich zu Beginn klar definieren.
Zuletzt überprüft: 20/05/2026