Wie führt man eine digitale Reputations-Krisenübung durch?
Führen Sie ein realistisches End-to-End-Szenario über fünf Phasen durch: Erkennung, Entscheidung, Kommunikation, Monitoring und Nachbereitung. Das gesamte benannte Team nutzt dabei Live-Tools. Die anschließende Auswertung deckt drei bis sieben konkrete Lücken bei Rollen, vorbereiteten Inhalten und Eskalationswegen auf, die vor der nächsten Übung behoben werden.
Eine digitale Reputations-Krisenübung testet die digitale Reaktion, nicht nur die Pressearbeit. Das Szenario ist ein glaubwürdiges Ereignis, mit dem das Unternehmen tatsächlich konfrontiert werden könnte. Es wird so detailliert ausgearbeitet, dass das Team Entscheidungen auf Basis unvollständiger Informationen treffen muss. Teams, die regelmäßig üben, reagieren im Ernstfall schneller.

Die fünf Phasen einer digitalen Krisenübung
- Erkennung. Die Übung durchläuft die tatsächlichen Monitoring-Tools: IMPACT-Warnungen, AIQ-Themenverschiebungen und Social Monitoring. Getestet wird, ob die richtigen Signale schnell genug auftauchen, damit das Team handeln kann.
- Entscheidung. Es wird getestet, ob die richtigen Personen schnell erreicht werden und ob die Entscheidungsbefugnisse klar sind. Lücken treten hier fast immer bei den Übergaben zwischen den Abteilungen auf, nicht innerhalb einer einzelnen Funktion.
- Kommunikation. Es wird geprüft, ob Statement-Vorlagen unter Zeitdruck zu veröffentlichungsreifen Texten führen. Ein häufiges Ergebnis sind von der Rechtsabteilung freigegebene Entwürfe, die sich nicht innerhalb von Minuten anpassen lassen.
- Monitoring. Es wird getestet, ob das Team das KI- und Suchmaschinenbild während der Simulation richtig interpretiert: welche Quellen die Suchmaschinen gewichten und wie sich das Narrativ in Echtzeit entwickelt.
- Nachbereitung. Es werden die Übergaben an längerfristige Arbeitsabläufe getestet: Wer verantwortet das Narrativ nach dem Ereignis, die Anfrage zur Wikipedia-Aktualisierung und das AIQ-Narrativ-Tracking.
Was die Auswertung nach der Übung aufdeckt
Die Auswertung nach der Übung identifiziert spezifische Lücken, in der Regel drei bis sieben konkrete Punkte, die vor der nächsten Übung behoben werden. Häufige Erkenntnisse sind unklare Eskalationswege, Statement-Vorlagen, die unter Zeitdruck zu viele Freigabeschleifen benötigen, und Monitoring-Abfragen, die nicht vorab eingerichtet wurden. Werden solche Übungen zweimal im Jahr durchgeführt, baut jede Runde auf der vorherigen auf.
Zuletzt überprüft: 19/05/2026