Wie geht man mit der Reputation um, wenn eine Führungskraft verhaftet wird?
In der ersten Woche nach der Verhaftung einer Führungskraft bestimmt die juristische Strategie alles. Die Reputationsarbeit besteht daher hauptsächlich aus Vorbereitung, nicht aus Aktion: Abstimmung mit den Rechtsbeiständen, Zurückhaltung bei öffentlichen Äußerungen, tägliches Monitoring des KI-Narrativs sowie die Vorbereitung von Infrastruktur und Inhalten für jedes mögliche Ergebnis – Freispruch, Schuldeingeständnis oder Verurteilung.
Die Verhaftung einer Führungskraft gehört zu den Mandaten mit dem höchsten Risiko, die wir betreuen, und erfordert in der ersten Woche absolute Zurückhaltung. Die juristische Strategie bestimmt alles: was das Unternehmen sagen darf, was die Führungskraft sagen darf, wer sich öffentlich äußern darf und in welchem Zeitrahmen. In diesem Zeitfenster ist Reputationsarbeit eher Vorbereitung als Aktion. Unser Grundsatz für diese Kategorie ist einfach: in den ersten Wochen weniger handeln, mehr vorbereiten.

Woche eins: Zurückhaltung und Vorbereitung
In den ersten Tagen geht es um Koordination und Einsatzbereitschaft, nicht um öffentliche Schritte. Die Arbeit konzentriert sich auf drei Bereiche.
- Juristische Koordination und Strategie. Der Rechtsbeistand legt fest, was von wem gesagt werden darf, und das Reputationsmanagement ordnet sich dieser Strategie unter, anstatt sie voranzutreiben. Governance-Entscheidungen über die weitere Rolle der Führungskraft obliegen dem Vorstand und den Anwälten, nicht dem Reputationsmanagement.
- Tägliches Monitoring des KI-Narrativs. Das tägliche AIQ-Monitoring über alle acht Engines hinweg zeigt dem Unternehmen, was die Stakeholder im Verlauf der Entwicklung tatsächlich sehen.
- Vorbereitung der Infrastruktur. Die Arbeit an der Entitätsebene und den eigenen Web-Properties sowie die Vorbereitung von Inhalten, um jedes der möglichen Ergebnisse zu unterstützen.
Wenn Fakten bekannt werden: drei vorbereitete Wege
In den folgenden Wochen und Monaten wird die in Woche eins aufgebaute Infrastruktur genutzt. Die vorbereiteten Inhalte verzweigen sich, um dem jeweiligen Ausgang des Falls zu entsprechen.
| Ausgang | Vorbereitete inhaltliche Ausrichtung |
|---|---|
| Freispruch | Faktische Inhalte, die den Freispruch widerspiegeln. |
| Schuldeingeständnis | Abgewogene Inhalte, die das Schuldeingeständnis behandeln. |
| Verurteilung | Inhalte, die die Reaktion des Unternehmens und die vorgenommenen Änderungen behandeln. |
Da alle drei Wege im Voraus vorbereitet sind, kann das Unternehmen schnell und präzise reagieren, unabhängig davon, wie sich die Faktenlage entwickelt, anstatt unter Druck ein Narrativ von Grund auf neu aufbauen zu müssen.
Zuletzt überprüft: 19/05/2026