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Wie gehen Sie mit Presseanfragen um, die sich auf Suchergebnisse auswirken?

Kurz gesagt

Behandeln Sie eine Presseanfrage als PR- und Reputationsherausforderung: Das Kommunikationsteam übernimmt die Presseantwort, aber stellen Sie sicher, dass alle Unternehmensaussagen auch schriftlich auf eigenen Kanälen veröffentlicht werden. So können Journalisten sie überprüfen und KI-Suchmaschinen sie zitieren. Formulieren Sie jedes Statement so, als würde es als einzelner Satz isoliert zitiert, und halten Sie die stützenden Fakten auf der Unternehmenswebsite unabhängig verifizierbar.

Eine Presseanfrage zu einem sensiblen Thema stellt zwei Probleme gleichzeitig dar: eine PR-Herausforderung und eine Reputationsherausforderung, wobei letztere meist vernachlässigt wird. Die eigentliche Presseantwort ist Aufgabe des Kommunikationsteams. Die Reputationskomponente besteht darin, sicherzustellen, dass alles, was das Unternehmen äußert, auch schriftlich auf eigenen Kanälen festgehalten wird, wo ein Journalist es überprüfen und eine KI-Suchmaschine es zitieren kann. Zudem muss es so formuliert sein, dass es auch bei späteren Zitierungen Bestand hat.

Zwei Aufgaben, ein Statement

  • Die Presseantwort obliegt der PR-Abteilung und dem Kommunikationsteam: Wer spricht, was gesagt wird und in welcher Taktung dem Journalisten geantwortet wird.
  • Die Reputationskomponente spiegelt diese Antwort auf den eigenen Kanälen wider, sodass die Unternehmensversion der Fakten dauerhaft, verifizierbar und zitierfähig vorliegt und nicht nur als mündlicher Kommentar existiert.

Warum aus dem Kontext gerissene Zitate das eigentliche Risiko sind

Sowohl Journalisten als auch KI-Suchmaschinen greifen auf das zurück, was ein Unternehmen schriftlich veröffentlicht hat, und beide behalten den umgebenden Kontext nicht zuverlässig bei. Insbesondere Retrieval-basierte Systeme stützen ihre Antworten auf spezifische Quellen und heben kurze Auszüge hervor. Ein Statement, das nur im Gesamtkontext gut klingt, für sich allein stehend aber negativ wirkt, wird so zu einem wiederkehrenden Risiko. Die Lösung liegt in der Schreibdisziplin, nicht in einem Disclaimer.

Die Disziplin

  1. Schreiben Sie so, als würde ein einzelner Satz zitiert. Gehen Sie davon aus, dass jeder Satz für sich allein herausgegriffen, aus dem umgebenden Absatz gelöst und Ihnen dennoch zugeschrieben werden kann. Stellen Sie sicher, dass jeder Satz unter diesen Bedingungen standhält.
  2. Halten Sie die stützenden Fakten unabhängig verifizierbar. Was auch immer in dem Statement behauptet wird, sollte auf der Unternehmenswebsite überprüfbar sein, damit ein Journalist oder eine Suchmaschine es anhand eines eigenen Kanals und nicht anhand von Gerüchten bestätigen kann.

Sowohl KI-Suchmaschinen als auch die klassische Suche gewichten Quellen nach ihrer Glaubwürdigkeit. Deshalb ist ein Fakt, der auf einem maßgeblichen eigenen Kanal veröffentlicht und verifizierbar ist, weitaus stärker als derselbe Fakt, der als nicht aufgezeichnete Bemerkung im Raum stehen bleibt. Das Statement in eine zitierfähige Form zu bringen, sorgt dafür, dass sich die Unternehmensversion verbreitet und nicht die Paraphrase eines Dritten.

Zuletzt überprüft: 19/05/2026

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