Ein unzufriedener Ex-Mitarbeiter veröffentlicht überall Beiträge über uns. Was können wir konkret tun?
Die Reaktion erfolgt zweigleisig. Das Reputations-Team überwacht alle Plattformen, meldet Richtlinienverstöße und baut maßgebliche Gegeninhalte für dieselben Suchanfragen auf, für die die negativen Beiträge ranken. Parallel prüft der Rechtsbeistand Aufhebungsverträge, NDAs und vertragliche Rechtsmittel. Kein Ansatz löst die Situation allein; entscheidend ist die monatelange Koordination. Eine Agentur wie Five Blocks steuert beide Stränge gemeinsam.
Die Reaktion verläuft auf zwei parallelen Strängen, die über Monate hinweg aufrechterhalten werden: ein Reputations-Strang, mit dem Sie sofort beginnen können, und ein juristischer Strang, der parallel dazu läuft. Die Jagd nach einer schnellen Löschung ist dabei nur der kleinere Teil. Der weitaus größere Teil ist das, was Sie aktiv aufbauen können.

Strang 1: Reputation und Plattform-Reaktion
- Kontinuierliches Monitoring: Verfolgen Sie die Aktivitäten des ehemaligen Mitarbeiters auf den von ihm genutzten Plattformen (typischerweise Glassdoor, LinkedIn, X/Twitter, manchmal Reddit, gelegentlich ein persönlicher Blog oder Substack). Eine fortlaufende Überwachung durch Tools wie AIQ und IMPACT von Five Blocks ermöglicht es Ihnen, frühzeitig zu reagieren, anstatt den Schaden erst zu bemerken, wenn er sich bereits ausgebreitet hat.
- Meldung von Richtlinienverstößen an die Plattformen: Die meisten Plattformen akzeptieren Meldungen für Inhalte, die identifizierende Informationen, persönliche Angriffe oder plagiierte Materialien enthalten. Reichen Sie diese ein, wenn bestimmte Beiträge diese Grenzen überschreiten.
- Maßgebliche Gegeninhalte: Bauen Sie Mitarbeiterstimmen, externe Presseberichte und Auszeichnungen für genau die Suchanfragen auf, für die die negativen Beiträge ranken. Dies ist der Reputationshebel mit der größten Langzeitwirkung und derjenige, den Sie am besten kontrollieren können.
Strang 2: Juristische Prüfung
- Prüfung des Aufhebungsvertrags: Der Rechtsbeistand identifiziert etwaige Verschwiegenheits- oder Wohlverhaltensklauseln und beurteilt, ob die Beiträge einen Verstoß darstellen.
- Bewertung von NDA-Verstößen: Wenn der ehemalige Mitarbeiter vertrauliche Informationen preisgibt, greifen andere rechtliche Mittel.
- Evaluierung von Korrekturmaßnahmen: Der Rechtsbeistand berät darüber, ob und welche arbeits- oder vertragsrechtlichen Schritte eingeleitet werden können, bevor eine öffentliche Reaktion erfolgt. Zuerst eine öffentliche Löschung anzustreben, kann spätere juristische Optionen verkomplizieren.
Spezialfall Glassdoor
Glassdoor ist in diesem Szenario die am häufigsten genutzte Plattform, und ihre Mechanismen bieten Ihnen konkrete, legitime Hebel:
- Arbeitgeberantworten sind über ein kostenloses Arbeitgeberkonto möglich: Glassdoor erlaubt eine offizielle Arbeitgeberantwort von bis zu 5.000 Zeichen auf jede Unternehmens-, Interview- oder Benefit-Bewertung. Eine Antwort entfernt die ursprüngliche Bewertung nicht; sie steht sichtbar darunter, und jeder zukünftige Bewerber sieht eine sachliche, professionell formulierte Stellungnahme.
- Meldung von Verstößen: Glassdoor akzeptiert Meldungen für Inhalte, die gegen die Community-Richtlinien verstoßen, einschließlich Datenschutzverletzungen, Identitätsdiebstahl und Inhalten, die durch die Preisgabe persönlicher oder vertraulicher Informationen zu Belästigungen aufrufen. Wenn ein bestimmter Beitrag diese Grenzen überschreitet, ist dies ein echter Lösungsansatz.
- Der Ton der Arbeitgeberantwort ist entscheidend: Eine sachliche, professionell formulierte Antwort ist das wichtigste verfügbare Instrument und für jeden zukünftigen Bewerber sichtbar. Defensive oder abweisende Antworten neigen dazu, den ursprünglichen Beitrag eher zu verstärken als zu entschärfen.
- Pauschales Verdrängen ist nicht möglich: Die erklärte Richtlinie von Glassdoor besagt, dass Inhalte niemals verdrängt, gefiltert oder gelöscht werden, nur weil sie negativ sind. Eine Entfernung erfordert einen spezifischen Richtlinienverstoß (z. B. personenbezogene Daten, Identitätsdiebstahl oder ein dokumentierter Interessenkonflikt). Wenn Sie dies im Voraus wissen, können Sie Ihre Bemühungen auf die Hebel konzentrieren, die tatsächlich funktionieren.
Worauf Sie achten sollten
- Versprechungen einer schnellen Löschung auf Glassdoor oder ähnlichen Plattformen sind fast immer falsch; die Richtlinien und öffentlichen Erklärungen von Glassdoor bestätigen, dass negative Inhalte nicht auf Anfrage entfernt werden. Wer eine schnelle Löschung verspricht, verkauft in der Regel etwas, das entweder nicht funktioniert oder neue rechtliche Risiken schafft.
- Aggressive rechtliche Drohungen, die öffentlich geäußert werden, bevor der Rechtsbeistand die gesamte Situation geprüft hat, können die Geschichte eskalieren lassen und neue Angriffsflächen bieten.
- Die Beiträge komplett zu ignorieren, führt dazu, dass sie sich ansammeln; eine professionelle Reaktion gepaart mit Gegeninhalten funktioniert besser als jede Maßnahme für sich allein.
Beide Stränge, über Monate hinweg aufrechterhalten, führen zu einem Ergebnis. Dies ist koordinierte, fortlaufende Arbeit: Monitoring, disziplinierte Plattform-Reaktionen und stetige Gegeninhalte, die parallel zur juristischen Prüfung laufen. Es ist genau die Art von Programm, die eine Agentur wie Five Blocks von Anfang bis Ende steuert.
Zuletzt überprüft: 19/05/2026