Welche Quellenarten gelten bei Wikipedia als zuverlässig?
Als zuverlässige Wikipedia-Quellen gelten unabhängige Sekundärpublikationen mit professionellen redaktionellen Standards: große Zeitungen (Wall Street Journal, Financial Times, Reuters, AP), wissenschaftliche Fachzeitschriften, peer-reviewte Artikel sowie Bücher etablierter Verlage. Pressemitteilungen, gesponserte Inhalte, die eigene Unternehmenswebsite, soziale Medien, über Nachrichtenagenturen verbreitete Unternehmensmeldungen und selbstveröffentlichtes Material können die Relevanz nicht belegen.
Wikipedia definiert den Maßstab für zuverlässige Quellen präzise. Quellen müssen unabhängig vom Gegenstand sein, sekundär (nicht die eigene Veröffentlichung des Gegenstands), publiziert, professionell redaktionell betreut und für Faktentreue und Genauigkeit bekannt sein. Die folgende Liste zeigt, welche Quellenarten infrage kommen und welche nicht.
Quellen, die infrage kommen
- Große Zeitungen mit etablierten redaktionellen Standards
- Wall Street Journal, Financial Times, Bloomberg, Reuters, die New York Times, die Washington Post, die Associated Press sowie deren internationale Pendants. Die Berichterstattung muss sich direkt und ausführlich mit dem Gegenstand befassen; eine beiläufige Erwähnung in einem anderen Zusammenhang zählt nicht.
- Wissenschaftliche Fachzeitschriften und peer-reviewte Artikel
- Sie sind für jede Sachaussage innerhalb ihres Fachgebiets besonders belastbar. Das Peer-Review-Verfahren erfüllt Wikipedias Anforderung an die Faktenprüfung.
- Bücher etablierter Verlage
- Verlage mit unabhängigen redaktionellen Prozessen kommen infrage. Selbstverlegte Bücher nicht.
- Maßgebliche Nachschlagewerke
- Encyclopaedia Britannica für allgemeine Themen; Fachenzyklopädien und Handbücher in ihren jeweiligen Fachgebieten.
- Fachpublikationen mit professionellen redaktionellen Standards
- Wikipedia bewertet sie im Einzelfall. Ein Fachmedium zählt, wenn es über eine feste Redaktion, einen Faktenprüfungsprozess und einen Ruf für Genauigkeit verfügt – nicht, wenn es überwiegend Gastbeiträge oder gesponserte Inhalte veröffentlicht.
Quellen, die nicht infrage kommen
- Pressemitteilungen und über Nachrichtenagenturen verbreitete Unternehmensmeldungen. Wikipedia schließt sie ausdrücklich aus; sie können Relevanzansprüche auch dann nicht stützen, wenn große Medien sie übernehmen.
- Gesponserte Inhalte und Native Advertising. Redaktionell nicht unabhängig.
- Die eigene Unternehmenswebsite, Geschäftsberichte und offizielle Materialien. Primärquellen, die nur für unstrittige Grundtatsachen brauchbar sind, nicht zum Nachweis der Relevanz.
- Social-Media-Beiträge und private Seiten. Selbstveröffentlicht; Wikipedias Grundsatz der Überprüfbarkeit schließt sie aus.
- Blogs und Foren. Selbstveröffentlicht, es sei denn, der Blog ist eine anerkannte Publikation mit redaktioneller Aufsicht.
- Routinemäßige Wirtschaftsberichterstattung. Kurze Meldungen zu Finanzierungsrunden, Personalwechseln oder Produkteinführungen gelten nicht als signifikante Berichterstattung, selbst wenn sie in ansonsten zulässigen Medien erscheinen.
Wie sich das auf die Relevanz auswirkt
Wikipedias allgemeine Relevanzkriterien verlangen eine signifikante Berichterstattung in mehreren zuverlässigen, unabhängigen Sekundärquellen. Eine feste Mindestanzahl an Quellen ist nicht vorgeschrieben; die Bewertung erfolgt qualitativ und berücksichtigt, wie umfangreich, zuverlässig, unabhängig und direkt jeder einzelne Beleg ist. Bei der Bereitschaftsprüfung gleicht Five Blocks die vorhandene Berichterstattung mit diesem Maßstab ab, um festzustellen, ob ein Artikel realistisch ist, bevor mit dem Entwurf begonnen wird.
Zuletzt überprüft: 19/05/2026