Wie lange dauert es, bis ein Wikipedia-Artikel freigegeben wird?
Prüfungen im Wikipedia-AfC-Verfahren (Articles for Creation) dauern bei Routinefällen mit belastbarer Quellenlage meist einige Wochen, bei Grenzfällen oder umstrittenen Entwürfen dagegen mehrere Monate; die Dauer hängt von der Warteschlange ehrenamtlicher Reviewer ab und lässt sich nicht garantieren. Die direkte Veröffentlichung im Artikelnamensraum geht sofort online, überspringt dabei aber die schützende Prüfung, sodass der Artikel unmittelbar zur Löschung vorgeschlagen werden kann. Five Blocks kalkuliert für den AfC-Weg mit Wochen bis wenigen Monaten und verspricht keine konkreten Termine.
Die Wartezeit bis zur Freigabe schwankt bei Wikipedia stark. Niemand außerhalb von Wikipedia kann sie beeinflussen. Es gibt zwei Hauptwege: Articles for Creation (AfC) und die direkte Veröffentlichung im Artikelnamensraum. Der schnellere Weg bietet weniger Schutz, der langsamere mehr.
Die zwei Veröffentlichungswege
- Articles for Creation (AfC): Ein Entwurf wird eingereicht und einem unbeteiligten ehrenamtlichen Prüfer zugewiesen. Dieser prüft ihn anhand von Wikipedias Relevanzkriterien und Inhaltsrichtlinien, bevor der Entwurf in den Artikelnamensraum verschoben wird. Das dauert länger, schützt aber vor einem sofortigen Löschantrag.
- Direkte Veröffentlichung im Artikelnamensraum: Ein erfahrener Autor kann einen Entwurf direkt in den Artikelnamensraum verschieben, wo er sofort online geht. Dabei entfällt die AfC-Prüfung, und der Artikel kann unmittelbar nach der Veröffentlichung zur Löschung vorgeschlagen werden.

AfC-Zeitrahmen: die entscheidenden Faktoren
- Routinefälle (klare Relevanz, saubere Quellenlage, neutraler Ton): meist einige Wochen.
- Grenzfälle (Zweifel an der Relevanz, dünne Quellenlage oder Einwände des Reviewers zu einzelnen Aussagen): mehrere Monate sind hier üblich, da die Prüfer schrittweise weitere Quellen anfordern oder Probleme nacheinander benennen können.
- Offengelegte Interessenkonflikte (COI): werden nach denselben Maßstäben geprüft; werblich formulierte oder marketingartige Sprache kann unabhängig von der Offenlegung zu einer Ablehnung oder zu einer Überarbeitungsaufforderung führen.
Was passiert, wenn AfC den Entwurf ablehnt
- Ablehnung mit Rückmeldung: das häufigste Ergebnis bei einem Grenzfall-Entwurf. Der Prüfer hinterlässt Kommentare dazu, welche Richtlinien nicht erfüllt sind, meist Relevanz oder Quellenlage. Der Entwurf kann überarbeitet und erneut eingereicht werden.
- Überarbeitung und erneute Einreichung: Quellenlage verbessern, auf die Einwände des Prüfers eingehen und erneut einreichen. Es gibt kein formales Limit für erneute Einreichungen, aber wiederholte Ablehnungen aus denselben Gründen bedeuten meist, dass die Relevanzschwelle noch nicht erreicht ist.
- Ins Stocken geratener Entwurf: Entwürfe, die nicht mehr aktiv bearbeitet oder erneut eingereicht werden, können markiert und nach einer Phase der Inaktivität schließlich aus dem Draft-Namensraum entfernt werden; sie lassen sich jedoch wiederherstellen, wenn die Arbeit rechtzeitig fortgesetzt wird.
- Löschprüfung (WP:DRV): Wurde ein Entwurf oder Artikel gelöscht und liegen Gründe vor, etwa ein Verfahrensfehler bei der ursprünglichen Entscheidung oder bedeutende neue Relevanzbelege, kann die Community die Löschung im Rahmen des formalen Löschprüfungsverfahrens erneut prüfen.
Five Blocks: Vorgehen und Zeitrahmen
- Bei Mandaten mit Bezug zu einem Interessenkonflikt nutzen wir den AfC-Weg, weil er einen strukturierten, richtlinienkonformen Weg in den Artikelnamensraum bietet und das Löschrisiko senkt.
- Zu Beginn des Mandats nennen wir Kunden eine Spanne von Wochen bis wenigen Monaten und informieren sie über den Fortgang der Prüfung.
- Wir versprechen keine konkreten Veröffentlichungstermine. Ehrenamtliche bearbeiten die Warteschlangen; wir haben darauf keinen Einfluss.
Zuletzt überprüft: 19/05/2026