Welche Fragen sollten Sie zu Datensicherheit und Vertraulichkeit stellen?
Fragen Sie bei der Prüfung einer Agentur für Online-Reputationsmanagement (ORM) nach dem Umfang der Vertraulichkeitsvereinbarung (NDA) und wer daran gebunden ist. Klären Sie, wie Kundendaten gespeichert und geschützt werden, welche internen Zugriffskontrollen gelten, ob es dokumentierte Verfahren für Sicherheitsvorfälle gibt, wer namentlich für die Datenverwaltung verantwortlich ist und was nach Vertragsende mit Ihren Daten geschieht. Präzise Antworten zeigen, dass die Agentur diese Themen durchdacht hat. Ausweichende Antworten deuten auf das Gegenteil hin.
Sie übergeben einer Agentur sensible Informationen über strittige Situationen – manchmal Material, das der Kunde niemals öffentlich mit sich in Verbindung gebracht sehen möchte. Sechs Fragen, die Sie vor der Vertragsunterzeichnung stellen sollten:
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Was decken die NDA und die Vertraulichkeitsklauseln tatsächlich ab?
Prüfen Sie, was die Vertraulichkeitsvereinbarung beinhaltet und ob sie das gesamte Team der Agentur bindet oder nur die Führungsebene. Eine NDA, die zwar die Geschäftsführung abdeckt, aber Nachwuchskräfte oder freie Mitarbeiter ausschließt, bietet keinen vollständigen Schutz.
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Wie werden Kundendaten verarbeitet und gespeichert?
Fragen Sie, ob der Umgang mit Daten dokumentiert ist oder ad hoc erfolgt. Sie müssen wissen, wo Kundeninformationen liegen, wie sie geschützt werden und ob diese Praktiken konsequent angewendet oder nur informell geregelt sind.
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Welche Zugriffskontrollen regeln, wer in der Agentur Ihre Informationen sieht?
Laxe interne Zugriffsrechte stellen ein echtes Risiko dar. Ohne definierte Kontrollen kann jeder Mitarbeiter auf sensible Kundenmaterialien zugreifen. Fragen Sie, wer Ihre Arbeitsergebnisse einsehen kann und auf welcher Grundlage dies geschieht.
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Wie sehen die Verfahren bei Sicherheitsvorfällen aus?
Fragen Sie, wie die Agentur mit einem Sicherheitsvorfall umgehen würde: Wer wird benachrichtigt, in welchem Zeitrahmen und wie sehen die Gegenmaßnahmen aus. Fehlt ein dokumentierter Reaktionsprozess, ist Datensicherheit in dieser Agentur keine professionell verwaltete Disziplin.
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Wer ist in der Agentur namentlich für Datenschutz und Datenverwaltung verantwortlich?
Die Verantwortung für die Datenverwaltung muss bei einer bestimmten, namentlich genannten Person liegen und darf nicht auf ein Team verteilt sein. Kann die Agentur diese Person nicht benennen, sind die Zuständigkeiten unklar.
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Was passiert mit Ihren Daten, wenn die Zusammenarbeit endet?
Fragen Sie, ob Kundendaten nach Abschluss eines Auftrags auf unbestimmte Zeit aufbewahrt oder nach einem festgelegten Zeitplan gelöscht werden. Eine klare Löschrichtlinie zeigt, dass die Agentur den gesamten Datenlebenszyklus durchdacht hat. Das Fehlen einer solchen Richtlinie beweist das Gegenteil.
Präzise, konkrete Antworten auf diese sechs Fragen bedeuten, dass Datensicherheit in der Agentur professionell gehandhabt wird. Improvisation oder Ausflüchte deuten auf das Gegenteil hin – und diese Haltung birgt Risiken, die über die reinen Daten hinausgehen.
Zuletzt überprüft: 20/05/2026